Putter kaufen: Der komplette Ratgeber für mehr gelochte Putts

18.7.2026, 12:54

Ein Putter wirkt auf den ersten Blick simpel. Er soll den Ball nur wenige Meter über das Grün rollen lassen. In der Praxis ist er aber einer der wichtigsten Schläger im Bag, weil mit ihm auf fast jeder Bahn mindestens ein bis zwei Schläge gespielt werden. Wer den falschen Putter nutzt, verliert nicht nur Putts, sondern auch Vertrauen.

Der beste Putter ist nicht automatisch das teuerste Modell und auch nicht der Putter, den ein Tourspieler verwendet. Entscheidend ist, dass Kopfform, Gewicht, Schaftposition, Länge und Griff zu Ihrer Haltung und zu Ihrer natürlichen Puttbewegung passen. Genau darum geht es in diesem Ratgeber.

 

Schnelle Entscheidung: Welcher Putter passt zu wem?

Spielertyp / Puttbewegung

Passender Putter-Typ

Warum das funktioniert

Gerader bis leicht gebogener Stroke

Face-balanced Mallet oder Double-Wide

Viel Stabilität, einfache Ausrichtung und weniger Verdrehung im Treffmoment

Deutlicher Bogen im Stroke

Blade oder Putter mit mehr Toe-Hang

Die Schlagfläche kann natürlicher öffnen und schließen

Probleme mit Richtung und Ziel

Mallet mit klaren Alignment-Linien

Optische Hilfen erleichtern Setup und Startlinie

Probleme mit Längenkontrolle

Putter mit gutem Feedback und passendem Kopfgewicht

Mehr Gefühl für Tempo, Roll und Treffqualität

Unsichere Hände

Dickerer oder konturierter Griff

Reduziert überaktive Handgelenke und stabilisiert die Bewegung

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Blade, Mallet oder Mid-Mallet: Die Kopfform einfach erklärt

Blade-Putter sind kompakt, klassisch und liefern viel Feedback. Sie passen häufig zu Spielern, die ein gutes Gefühl für Treffpunkt und Tempo haben. Der Nachteil: Bei nicht mittigen Treffern verzeihen sie weniger als größere Kopfformen.

Mallet-Putter haben einen größeren Kopf und meist mehr Gewicht am Rand. Dadurch bleiben sie bei kleinen Fehltreffern stabiler. Viele Amateure profitieren von dieser Fehlertoleranz, besonders wenn kurze Putts häufig rechts oder links am Loch vorbeilaufen.

Mid-Mallet-Modelle liegen zwischen beiden Welten. Sie bieten mehr Stabilität als ein klassischer Blade, wirken aber nicht so groß wie ein voller Mallet. Für viele Golfer ist genau diese Mischung ideal.

Toe-Hang und Face-Balanced: Der wichtigste Punkt wird oft übersehen

Viele Käufer achten zuerst auf Marke und Optik. Wichtiger ist aber, wie sich die Schlagfläche während des Strokes bewegt. Ein face-balanced Putter zeigt, wenn man ihn auf dem Finger balanciert, mit der Schlagfläche eher nach oben. Er unterstützt eine geradere Bewegung mit wenig Rotation.

Ein Putter mit Toe-Hang lässt die Spitze des Schlägerkopfs nach unten hängen. Er passt eher zu Spielern, deren Puttbewegung in einem Bogen verläuft. Wer hier falsch wählt, kämpft häufig mit offenen oder geschlossenen Schlagflächen im Treffmoment.

Putter-Länge: Haltung zuerst, Zahl danach

Die Standardlänge passt nicht automatisch. Ein zu langer Putter zwingt viele Spieler zu aufrechter Haltung, die Augen liegen zu weit innen und die Hände werden passiv. Ein zu kurzer Putter kann wiederum zu viel Spannung im Rücken und in den Schultern erzeugen.

Eine gute Orientierung: Stellen Sie sich bequem über den Ball, lassen Sie die Arme locker hängen und prüfen Sie, ob die Augen ungefähr über oder knapp innerhalb der Balllinie liegen. Der Putter sollte diese natürliche Haltung unterstützen, nicht verändern.

Griff: Mehr als nur Gefühl in der Hand

Ein dünner Griff gibt viel Feedback, kann aber die Hände aktiver machen. Ein dickerer Griff stabilisiert oft die Handgelenke und hilft Spielern, die beim Putten ziehen oder drücken. Konturierte Griffe können zusätzlich helfen, die Hände wiederholbar gleich zu positionieren.

Wichtig ist, den Griff nicht isoliert zu betrachten. Ein schwerer Kopf mit sehr dickem Griff fühlt sich anders an als ein leichter Blade mit Standardgriff. Testen Sie immer die Kombination aus Kopf, Länge und Griff.

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Ausrichtung: Warum Linien, Punkte und Formen wirklich helfen können

Viele Putts werden nicht wegen schlechter Technik verfehlt, sondern weil die Schlagfläche schon im Setup nicht korrekt ausgerichtet ist. Klare Linien, kontrastreiche Oberflächen und geometrische Formen können helfen, die Startlinie besser zu erkennen.

Wer häufig kurze Putts unterschätzt, sollte einen Putter wählen, der beim Ansprechen sofort Vertrauen vermittelt. Wenn Sie sich über dem Ball unsicher fühlen, ist das Modell wahrscheinlich nicht ideal - egal wie gut es technisch klingt.

Die häufigsten Fehler beim Putterkauf

· Nur nach Marke oder Tour-Erfolg kaufen, statt den eigenen Stroke zu berücksichtigen.

· Zu wenig auf Länge und Haltung achten.

· Mallet-Putter ablehnen, obwohl mehr Stabilität die Ergebnisse verbessern würde.

· Den Griff unterschätzen und nur den Schlägerkopf testen.

· Zu schnell wechseln, bevor Tempo und Setup wirklich geübt wurden.

Kauf-Checkliste für Digitalgolf.de

1. Bestimmen Sie Ihre Puttbewegung: eher gerade, leicht gebogen oder deutlich gebogen.

2. Wählen Sie die Kopfform passend zu Ihrem Bedarf: Feedback, Stabilität oder Ausrichtung.

3. Prüfen Sie Länge und Haltung, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden.

4. Achten Sie auf den Griff: Standard, Oversize oder konturiert.

5. Vergleichen Sie Putter nicht nur auf kurzen Putts, sondern auch bei langen Lag-Putts.

Fazit: Ein guter Putter macht den Stroke einfacher

Der richtige Putter nimmt Ihnen die Arbeit nicht ab, aber er macht wiederholbare Bewegungen leichter. Wenn Kopfform, Balance, Länge und Griff zusammenpassen, starten Putts häufiger auf der richtigen Linie und die Distanzkontrolle wird stabiler.

FAQ

Welcher Putter ist für Anfänger am besten?
Für viele Anfänger ist ein fehlerverzeihender Mallet-Putter sinnvoll, weil er stabil steht, die Ausrichtung erleichtert und kleine Fehltreffer weniger stark bestraft.
Was bedeutet Toe-Hang beim Putter?
Toe-Hang beschreibt, wie stark die Spitze des Putterkopfs nach unten hängt. Je mehr Toe-Hang, desto besser passt der Putter oft zu einem Stroke mit mehr Bogen und Schlagflächenrotation.
Ist ein teurer Putter automatisch besser?
Nein. Teure Putter können hochwertig verarbeitet sein, aber entscheidend ist die Passform zu Stroke, Länge, Griff und Ausrichtung. Ein passendes Mittelklassemodell kann bessere Ergebnisse liefern als ein unpassendes Premiummodell.
Wie oft sollte man den Putter wechseln?
Nicht zu oft. Wenn ein Putter grundsätzlich passt, lohnt sich Training meist mehr als ein schneller Wechsel. Wechseln Sie nur, wenn Länge, Balance oder Ausrichtung dauerhaft nicht zu Ihrem Stroke passen.
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